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Meldungen aus dem Landesverband Brandenburg
Meldungen aus dem Landesverband Brandenburg

Stille Einbettung von 80 Rotarmisten in Potsdam

Volksbund Brandenburg erinnert gemeinsam mit Schülern der russischen Botschaftsschule an die Gefallenen der letzten Kriegstage 1945

"Stille Einbettung" in Potsdam Ch. Blase

In einer “stillen Einbettung” hat der Landesverband Brandenburg auf dem Sowjetischen Garnisonfriedhof in Potsdam insgesamt 80 sowjetische Kriegstote eingebettet. Die sterblichen Überreste waren zuvor auf dem ehemaligen sowjetischen Friedhof in Krampnitz geborgen worden.

Die Einbettung fand am Vorabend des 81. Jahrestages des Kriegsendes in Europa statt. An der Zeremonie nahmen Vertreter des Volksbundes, Mitarbeitende der Landeshauptstadt Potsdam, Geistliche der russisch-orthodoxen Kirche sowie Schülerinnen und Schüler der russischen Botschaftsschule teil. Auch der Botschafter der Russischen Föderation sowie ein Vertreter aus Belarus waren auf dem Friedhof anwesend.

Die meisten der nun eingebetteten Soldaten starben im Frühjahr 1945 während der Kämpfe um Potsdam. Viele von ihnen fielen nur wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Jahrzehntelang galten ihre Grablagen als unbekannt oder waren nur unzureichend dokumentiert.

In seiner Ansprache erinnerte Oliver Breithaupt, Geschäftsführer des Volksbundes Brandenburg, an die bleibende Aufgabe der Kriegsgräberfürsorge: „Für uns, den Volksbund in Brandenburg, war, ist und bleibt es höchste Priorität seines Wirkens und seines Werkes, der Frage nach der Würde eines Menschen – auch nach seinem Tod – eine Antwort zu geben. Möge uns die von diesem Friedhof ausgehende historische Wahrheit vor drohender Nachahmung bewahren.“