Erinnern ist keine Pflichtübung. Es ist Arbeit. In Prenzlau hat Dr. Andreas Heinrich diese Arbeit über Jahre hinweg geleistet – verlässlich, klar, ohne Pathos. Er hat Gedenktage nicht verwaltet, sondern ernst genommen. Hat Räume geöffnet, in denen Geschichte nicht beruhigt, sondern befragt wird. Und hat damit gezeigt, dass kommunale Verantwortung dort beginnt, wo man sich der eigenen Vergangenheit stellt.
Die Auszeichnung mit dem Ehrenkreuz des Volksbundes in Gold würdigt genau dieses Verständnis von Gedenkkultur. Eine Kultur, die nicht stehen bleibt, sondern weiterführt – zu Haltung im besten Sinne des Wortes: aufmerksam, menschlich, verantwortlich.
„Gedenkkultur lebt nicht von Ritualen allein“, sagte Landesgeschäftsführer Oliver Breithaupt bei der Ehrung. „Sie braucht Menschen, die bereit sind, sich ehrlich mit Geschichte auseinanderzusetzen – und daraus Verantwortung für die Gegenwart abzuleiten.“
Dr. Andreas Heinrich gehört zu diesen Menschen.